EIN FARBIG-BUNTER BEGEGNUNGSORT

1’000 qm sollen bis 2021 kreativ, bunt und lebendig zwischengenutzt werden. Das ersten Brachentreffen Ende Januar an der Industriestrasse 9 war der Auftakt zur experimentellen Entwicklung des Industriestrassen-Areals. Zum Treffen kamen 40 Kreative, Interessierte aus der Nachbarschaft und Freunde der Industriestrasse. Eingeladen hatte sie Nora Haupt und Lluvia Mosquera von der Kooperation Industriestrasse. Sie sind verantwortlich für die Brache. Die Kooperation Industriestrasse, die das Areal im Baurecht hat, stellt hierfür den Brachenakteuren das Areal mietfrei zur Verfügung. Für die Finanzierung der einzelnen Projekte sowie für Strom und Wasser müssen die Akteure selber aufkommen.

Die Stimmung unter den Teilnehmern war nach der zweistündigen Diskussion positiv erwartend. Nun gilt es, die drei kommenden Jahre zu nutzen und die Brache als Begegnungsort für Menschen unter- schiedlichster Altersgruppen zu nutzen und zu etablieren. Wie dies genau geschehen wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Freudig gespannt sind alle.

Ganzer Bericht: Ein Farbig-Bunter Begegnungsort

Text angelehnt an Judith Bachmann Hodel

Zwischennutzung auf der Indu-Brache

 

Am 27. Januar trafen sich viele Interessierte zum ersten Brachentreffen. Ziel ist es die Brache an der Industriestrasse zu beleben und Ideen und Projekte auszuprobieren. Hühner, Wildbienen, Kerzenfabrik, Bierbrauerei, Pop-Up-Ateliers in Oldtimer-Wohnwagen, Brunnen, Gemeinschaftsgärtnern, Labyrinth, Gastronomie, und so weiter! Ideen gibt es schon viele! Wir sind sehr gespannt auf die neuen kreativen Nutzungen.

In diesem Artikel von zentralplus könnt ihr mehr vom ersten Brachentreffen erfahren.

Weiter Information findet ihr hier.

1. Stufe des Projektwettbewerbs Entwicklung Areal Industriestrasse

13 Architekturbüros für zweite Wettbewerbsstufe ausgewählt

Der Projektwettbewerb hat mit der Einladung von 25 Büros aus der Zentralschweiz, der Schweiz und dem Ausland im Sommer 2017 gestartet. 21 Büro haben zugesagt, am speziellen Präqualifikationsverfahren teilzunehmen. Mit einer Idee für den Ort Industriestrasse galt es sinnbildlich die Haltung gegenüber der Aufgabenstellung darzulegen.

Den Architekturbüros bot sich ein Zeitfenster von 20 Minuten, um ihre Idee zu präsentieren und den Diskurs mit dem Preisgericht und den Experten zu führen. Die lockere Atmosphäre und Vielfältigkeit der Beiträge trugen dazu bei, dass sich beim Preisgericht und den Experten bis am Schluss keine Ermüdungserscheinungen zeigten. Sie zeugten von Inspiration, Engagement und Begeisterung für den Ort und die Aufgabe. Es wurden Intuitionen in Form von Ideen, aber zum Teil auch bereits Ansätze für Bebauungskonzepte präsentiert. Insgesamt waren die Qualität, die Vielfalt und der Aufwand der präsentierten Beiträge überwältigend.

Am folgenden Tag haben sich das Preisgericht sowie Experten nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den Beiträgen dazu entschieden, 13 Büros zur zweiten Stufe einzuladen.

In einem Resümee über das spezielle Verfahren der Präqualifikationsstufe befand das Preisgericht, dass sich der Aufwand sowie die Aufgabenstellung bewährt haben. Es bot die Möglichkeit zu einem differenzierten Diskurs über die Identität und den Umgang mit dem Ort anhand der präsentierten Beiträge. Man war mehrheitlich der Meinung, dass die Auswahl der Büros bei einer klassischen Präqualifikation über Referenzobjekte und Bürodaten anders ausgefallen wären. Auch den Büros bot der Einstieg über eine erste Idee für den Ort einen freien und von Sachzwängen unbelasteten Einstieg in die Aufgabe.

Die Teams haben nun bis Mitte März 2018 Zeit, um ein Projekt auszuarbeiten. Ende April/Anfangs Mai erfolgt dann die halböffentliche Jurierung, an der interessierte Kreise mit Bezug zur Industriestrasse eingeladen sind teilzunehmen, um einen Einblick in den Jurierungsprozess zu erhalten.

Weitere Informationen und die ausgewählten Büros findet ihr hier: Medienmitteilung Kooperation Industriestrasse

Architekturwettbewerb Industriestrasse ist gestartet

Ein aussergewöhnliches Wettbewerbsverfahren mit einem zweistufiger Projektwettbewerb auf Einladung

Die Ausgangslage und Aufgabenstellung des Projekts Industriestrasse sind speziell. Dies zeigt sich in der Auftraggeberin, bestehend aus fünf Genossenschaften, der Prüfung der städtebaulich verträglichen Dichte sowie der Beurteilung zweier Disziplinen (Städtebau/Aussenraum und Gebäudetypologien). Das Ziel des Wettbewerbs ist es, Projektvorschläge für eine innovative, exemplarische, kosteneffiziente und gemeinschaftsfördernde Überbauung in Holzbauweise nach den Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft zu erhalten.
In einem internen Auswahlverfahren wurden für die 1. Stufe 21 Teams nominiert, die eingeladen sind, eine Idee zum Ort zu erarbeiten und dem Preisgericht in einer kurzen Präsentation darzulegen.
Die 1. Stufe soll den angefragten Planerbüros die Möglichkeit bieten, ihr Interesse an der anspruchsvollen Aufgabe und ihre Intuition zur Aufgabenlösung mit der Darstellung oder Formulierung von einer Idee zum Ort Industriestrasse darzulegen. Dies ermöglicht auch Planerbüros, die keine Referenzen zu ähnlich gelagerten Projekten vorweisen können, ihre Befähigung unter Beweis zu stellen. Das Preisgericht wählt aus der 1. Stufe 10 bis 12 Teams aus, die zur 2. Stufe des Wettbewerbsverfahrens eingeladen werden. In der 2. Stufe haben die ausgewählten Teams Vorschläge für ein städtebauliches Bebauungskonzept und anderseits Gebäudetypologien in Holzbauweise (Hybridbau möglich) für die einzelnen Genossenschaften zu erarbeiten. Zusätzlich zum Städtebauentwurf auf der Basis einer ÜZ von 0.46 soll eine Variante im Situationsplan und Modell mit einer höheren, frei wählbaren ÜZ im Mst. 1:500 aufgezeigt werden.

Die Sieger des Wettbewerbs werden im Frühjahr 2018 bekannt gegeben.

 

Das Preisgericht setzt sich zusammen aus Fach- und Sachpreisrichtern sowie Experten.

Fachpreisrichter:
Gion A. Caminada, Architekt, Vrin
Lorenzo Giuliani, Architekt, Zürich
Ilinca Manaila, Architektin, Zürich
Toni Weber, Landschaftsarchitekt, Solothurn
Anja Kloth, Vertretung Stadt Luzern, Architektin, Luzern
Cla Büchi, Projektleiter Kooperation Industriestrasse, Architekt, Luzern

Sachpreisrichter:
abl: Peter Bucher, Leiter Bau & Entwicklung abl, Luzern
GWI: Pascal Hofer, Präsident GWI, Luzern
LBG: Daniel Burri, Präsident LBG, Luzern
WOGENO: Roland Heller, Vorstandsmitglied WOGENO, Luzern
Wohnwerk: Harry van der Meijs, Präsident Wohnwerk, Luzern (Vorsitz)
Stadt Luzern: Beat Züsli, Stadtrat und Stadtpräsident, Luzern (mit beratender Stimme)

Experten:
Orpheo Carcano, IGI Luzern, Kulturveranstalter, Luzern
Patrick Ernst, 2000-Watt-Areal-Berater, Luzern
Walter Graf, Bauökonom/Dozent HSLU, Luzern (Moderation)
Res Keller, Genossenschaftsbau, Projektentwicklung Kalkbreite, Zürich
Pirmin Jung, Holzbau, Holzbauingenieur, Rain
Alex Willener, Soziale Nachhaltigkeit, Quartier-, Gemeinde- und Stadtentwicklung, Luzern

 

Eingeladene Büros 1. Stufe

  • Abraha Acheramnn AG, Zürich
  • Adrian Streich Architekten AG, Zürich
  • ahaa, Andreas Heierle, Luzern
  • Elia Malevez GmbH, Luzern
  • Armon Semadeni Architekten GmbH, Zürich
  • Büro Konstrukt, Luzern
  • Deon AG, Luzern Duplex Architekten AG, Zürich
  • EMI, Edelaar Mosayebi Inderbitzin, Zürich
  • En Routes Architects, Athen
  • FF Partner AG, Oberentfelden
  • Futurafrosch, Zürich
  • Hummburkart Architekten, Luzern
  • Lacaton & Vassal Architects, Paris
  • Manetsch Meyer Architekten AG, Zürich
  • MLZD, Biel Roeoesli + Maeder GmbH, Luzern
  • Rolf Mühlethaler, Bern
  • Schneider Studer Primas, Zürich
  • Sergison Bates architects, Zürich/London
  • Tobler Gmür GmbH, Zürich

Website der Kooperation Industriestrasse

Medienmitteilung Wettbewerb Industriestrasse

Industriestrassenfest 2017

Hiuhui, am 26. August ab 13:00 Uhr findet das diesjährige Strassenfest statt.

Anmeldung für den Flohmarkt: info@gwi-luzern.ch